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Welchen Einfluss hat unser Selbstbild auf unser Bild der Welt?

Die berühmte Familientherapeutin Virginia Satir postulierte, dass viele Probleme in Familien (z.B. negative Bewertungen von Familienmitgliedern untereinander und ungünstige bzw. abwertende Verhaltensweisen) von dem negativen Selbstwert einzelner Familienmitglieder stammen.

Bewerten wir uns selbst als selbstwirksam, leistungsfähig und wertvoll, dann vertrauen wir uns selbst und haben Zugang zu unseren Ressourcen, um Alltagsprobleme zu bewältigen. Ist die Bewertung von uns selbst niedrig, dann glauben wir, dass wir nichts wert sind, dass wir nicht leistungsfähig sind und dass uns niemand liebt (vor allem ist es hier wichtig, dass wir uns selbst lieben).

Dann werden viele Alltagssituation auf einmal bedrohlich und schwierig, und wir fühlen uns alleine, ausgeliefert und machtlos und empfinden Spannung, Angst, Zorn usw. Ein Beispiel: ein Vater hat einen geringen Selbstwert und fühlt sich öfters machtlos und überfordert in der Familie. Wenn sein Sohn seine Wünsche ignoriert und „sich aufführt“, dann fühlt er sich dementsprechend machtlos und nicht wertgeschätzt. Dies löst bei ihm Gefühle von Zorn und Wut aus, und er schlägt seinen Sohn.

Um unsere Bewertungen zu verändern, müssen wir neue Erfahrungen machen, die zu einem Perspektivenwechsel führen: Das bisher als günstig Bewertete wird dann als ungünstig verworfen und umgekehrt. Dies ist grundsätzlich möglich, wenn man es schafft, über das eigene Verhalten und die eigenen Gedanken zu reflektieren und eine gewisse Aufgeschlossenheit für Neues hat. Für viele Menschen scheint dies allerdings sehr schwierig zu sein. Hier kann es hilfreich sein, Psychotherapie oder Coaching in Anspruch zu nehmen, um mit ihrer Hilfe neue Perspektiven zu gewinnen.

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