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Was ist eine Konversionsstörung?

Der Begriff, „Konversionsstörung“ bezieht sich auf das bio-psychische Verfahren (Zusammenspiel zwischen Psyche und Körper), wobei ein psychischer Konflikt in körperliche Symptome umgewandelt wird, ohne dass ein organischer (klassisch medizinischer) Befund dafür vorliegt. Dabei gehen willentliche motorische oder sensorische Funktionen verloren oder verändern sich. Meistens wird auch vermutet, dass diese Veränderung oder Verlust einer neurologischen (z.B. Epilepsie) oder medizinischen Erkrankung zugrunde liegt.

Konkret wird die Konversionsstörung durch einzelne aber oft sehr dramatisch darstellende Symptome oder Ausfälle gekennzeichnet, die willkürliche motorische oder sensorische Funktionen betreffen. Beispiele: Lähmung der Beine, Blindheit, Krampfanfälle.

An erster Stelle der Konversionssyndrome im Kindes- und Jugendalter stehen psychogene Anfälle. Diese Anfälle können sich plötzlich oder allmählich einsetzen und werden durch bestimmte Ereignisse oder Belastungssituationen. Charakteristisch ist auch, dass die üblicherweise in Gegenwart von anderen Leuten statt finden und dauern länger als epileptische Anfälle. 

Der Betroffene zeigt bizarre und unkoordinierte Bewegungen vor, die sich von epileptischen Anfallsmustern meist unterscheiden, wobei bei etwa 10% der Fälle können epileptische Anfälle auch vorkommen. Es ist allerdings selten, dass sich Betroffenen verletzen. Andere Anzeichen sind, dass anhand des Kontrollverlustes, der Betroffene einnässt oder die eigene Zunge beisst. Es gibt auch neurologische und elektrologische Merkmale wie eine vorhandene Babinski-Reflex (ab einem Alter von 2 aufwärts ist dies eine Abnormalität) sowie EEG-Auffälligkeiten.

Der Begriff, „Konversion“, stammt ursprünglich aus der Psychoanalyse. Psychoanalytiker sind traditionell davon ausgegangen, dass diese körperlichen Symptome der betroffenen Person eine symbolische Lösung eines unbewussten psychischen Konflikts repräsentieren. Überdies soll diese Lösung eine Angstreduzierende Funktion besitzen.

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